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Austausch, der verbindet: Eine Woche gelebte deutsch-französische Partnerschaft am Elisabeth-Gymnasium
Am Sonntagabend, dem 26.04.2026, durfte das Elisabeth-Gymnasium 29 französische Schülerinnen und Schüler sowie drei Begleitlehrkräfte seiner Partnerschule, dem Lycée Pierre Bayle, sowie zusätzlich vom Collège du Lac herzlich in Eisenach begrüßen. Durch die Erweiterung des Austausches um das Collège du Lac konnten dieses Mal auch neun jüngere Schülerinnen und Schüler aus den 8. und 9. Klassen teilnehmen. Im Rahmen des Erasmus+-Programms wurde damit die im März 2026 in Sedan begonnene Projektarbeit fortgesetzt - ein eindrucksvolles Beispiel dafür, wie europäische Bildungszusammenarbeit ganz konkret gelebt werden kann.
Bereits zu Beginn der Woche wurde deutlich, dass dieser Austausch weit über einen reinen Besuch hinausgeht. Neben der Teilnahme am Unterricht erhielten die Gäste vielfältige Einblicke in den deutschen Schulalltag und arbeiteten gemeinsam mit ihren Austauschpartnerinnen und -partnern an verschiedenen Projekten. Gleichzeitig bot sich Raum für persönliche Begegnungen, interkulturellen Dialog und neue Freundschaften.
Ein besonderer Höhepunkt war die gemeinsame Stadterkundung in Eisenach. In Kleingruppen entdeckten die Schülerinnen und Schüler historische Orte wie das Lutherhaus Eisenach, das Bachhaus Eisenach, die Georgenkirche Eisenach sowie das Sommergewinnsdenkmal. Dabei wurde nicht nur Wissen über die Geschichte der Stadt vermittelt, sondern auch ein gemeinsames Erleben geschaffen, das über sprachliche Grenzen hinweg verbindet.
Ein weiterer Programmpunkt führte die Gruppe in die Landeshauptstadt Erfurt. In der Erinnerungsstätte „Topf & Söhne - Die Ofenbauer von Auschwitz“ setzten sich die Jugendlichen intensiv mit der nationalsozialistischen Vergangenheit auseinander. Zugleich wurde der Bogen zur Gegenwart geschlagen und die Bedeutung von Demokratie und Verantwortung in Europa thematisiert. Ergänzt wurde dieser inhaltlich anspruchsvolle Teil durch eine Stadtführung sowie Zeit zur eigenen Erkundung Erfurts - bei bestem Frühlingswetter.
Auch der fachliche Austausch kam nicht zu kurz: In Workshops zum Rahmenthema „Wir in Europa“ arbeiteten die Schülerinnen und Schüler an Projekten weiter, die sie bereits in Frankreich begonnen hatten. Dabei entstanden Podcasts, Plakate und Texte, die die gemeinsamen Erfahrungen reflektieren und dokumentieren. Diese Form des projektorientierten Lernens ist ein zentraler Bestandteil des Erasmus+-Gedankens und fördert sowohl sprachliche als auch soziale Kompetenzen.
Den Abschluss der Begegnung bildete der letzte gemeinsame Tag, an dem die Workshoparbeit fortgeführt und noch einmal gemeinsam der Unterricht besucht wurde. Am Nachmittag stand ein Besuch des Bachhauses auf dem Programm, bevor die Woche beim gemeinsamen Bowling einen fröhlichen Ausklang fand.
Diese Austauschwoche zeigt eindrucksvoll, welche Möglichkeiten Erasmus+ eröffnet: Ohne die Förderung durch die Europäische Union wäre ein derart intensiver, mehrtägiger Austausch mit einem so vielfältigen Programm für viele Schülerinnen und Schüler in Sedan bzw. Eisenach kaum realisierbar. Erasmus+ schafft die finanziellen und organisatorischen Voraussetzungen dafür, dass junge Menschen Europa nicht nur im Unterricht kennenlernen, sondern es aktiv erleben können.
So bleibt am Ende vor allem eines: die Erkenntnis, dass Europa dort wächst, wo Begegnungen stattfinden - im gemeinsamen Lernen, im Austausch von Ideen und im persönlichen Miteinander.
Wir am Elisabeth-Gymnasium freuen uns auf den weiteren Austausch mit unseren Partnern in Sedan.
Vive l’amitié franco-allemande!

